Gesundheit als Frage der Selbstregulation
Von Marco Kogler, Gründer der Lernplattform DWNO, der sich seit 2019 mit Metakognition, Selbstregulation und Selbstwirksamkeit befasst und die Lerninhalte der Plattform selbst entwickelt. Über Marco Kogler
Dieser Bereich behandelt Gesundheit als Frage der Selbstregulation: wie jemand mit Belastung umgeht, wann Erholung stattfindet und was der eigene Körper dabei meldet. Medizinische Fragen gehören nicht dazu.
Selbstregulation heißt hier, die Signale des eigenen Zustands zu bemerken und das Verhalten daran auszurichten. Das ist eine Fähigkeit, die sich beschreiben und üben lässt.
Fünf Begriffe, von der Balance zwischen Belastung und Erholung bis zu einem Verlangen, das ein gutes Gefühl verspricht.
Der gemeinsame Mechanismus
Alle fünf Themen beschreiben, wie der Körper sich auf Anforderungen einstellt, und was geschieht, wenn auf die Anforderung kein Ausgleich folgt.
Bruce McEwen, Neuroendokrinologe an der Rockefeller University, beschrieb 1998 im New England Journal of Medicine, dass dieselben Botenstoffe der Stressreaktion den Körper kurzfristig schützen und ihn auf Dauer belasten, wenn die Aktivierung nicht wieder abklingt. Diese Abnutzung heißt bei ihm allostatische Last.
Die Begriffe dieses Bereichs setzen an verschiedenen Stellen dieses Kreislaufs an: bei der Dosierung von Belastung, bei der Bewertung, die eine Lage erst zur Belastung macht, beim Rhythmus des Tages und bei den Signalen, mit denen der Körper seinen Zustand meldet.
Was dieser Bereich nicht behandelt
Nicht Gegenstand dieses Bereichs sind:
- Krankheitsbilder und ihre Ursachen
- Ernährungs-, Trainings- und Schlafpläne
- Messwerte, Normtabellen und ihre Auslegung
- Mittel, Präparate und Geräte
Die Begriffe hier beschreiben, wie Belastung, Erholung und Körperwahrnehmung zusammenhängen. Sie ersetzen keine ärztliche Abklärung. Anhaltende Erschöpfung, Schlafprobleme oder körperliche Beschwerden gehören zu einer Ärztin oder einem Arzt.
