Meisterschaft als Ergebnis von Übung über Zeit
Von Marco Kogler, Gründer der Lernplattform DWNO, der sich seit 2019 mit Metakognition, Selbstregulation und Selbstwirksamkeit befasst und die Lerninhalte der Plattform selbst entwickelt. Über Marco Kogler
Dieser Bereich behandelt Meisterschaft als etwas, das durch Übung über lange Zeit entsteht: durch Wiederholung mit Aufmerksamkeit, durch Rückmeldung und durch Nachjustieren.
Er fragt, was Üben von bloßem Wiederholen unterscheidet, warum Regelmäßigkeit mehr trägt als einzelne große Anstrengungen, was in den Phasen geschieht, in denen sich nichts zu bewegen scheint, und wie ein hoher Anspruch an die eigene Arbeit gesund bleibt.
Vier Begriffe, vom bewussten Üben bis zum Qualitätsbewusstsein.
Der gemeinsame Mechanismus
Alle vier Themen beschreiben, wie Übung verändert, was jemand wahrnimmt und kann, und warum diese Veränderung langsamer und ungleichmäßiger verläuft, als populäre Formeln es darstellen.
Anders Ericsson, Psychologe, zuletzt an der Florida State University, prägte 1993 mit Ralf Krampe und Clemens Tesch-Römer den Begriff Deliberate Practice für Tätigkeiten, die eigens dazu angelegt sind, eine Fähigkeit zu verbessern. Brooke Macnamara und ihre Kollegen prüften 2014 in Psychological Science in einer Metaanalyse, wie viel solches Üben erklärt. Ihr Ergebnis: Übung ist wichtig, aber weniger wichtig als behauptet.
Die Begriffe dieses Bereichs setzen deshalb nicht bei der Menge an, sondern bei der Art des Übens: bei der Aufmerksamkeit, bei der Regelmäßigkeit, bei der Rückmeldung und beim Maßstab, an dem jemand die eigene Arbeit misst.
Was dieser Bereich nicht behandelt
Nicht Gegenstand dieses Bereichs sind:
- Übungspläne und Trainingsprogramme
- Methoden zur Leistungssteigerung
- Talent- und Begabungstests
- Versprechen über Dauer oder Ergebnis des Übens
Die Begriffe hier beschreiben, wie Übung, Rückmeldung und Anspruch zusammenwirken. Sie sagen nicht voraus, wie weit jemand mit einer bestimmten Menge an Übung kommt.
