Sinn als etwas, das gefunden wird
Von Marco Kogler, Gründer der Lernplattform DWNO, der sich seit 2019 mit Metakognition, Selbstregulation und Selbstwirksamkeit befasst und die Lerninhalte der Plattform selbst entwickelt. Über Marco Kogler
Dieser Bereich behandelt Sinn als etwas, das in einer konkreten Aufgabe, einer Begegnung oder einer Haltung gefunden wird, und Ausrichtung als das Wissen, woran sich jemand orientiert.
Er fragt, woher Sinn kommt, wie sich die eigene Arbeit und Rolle danach ausrichten lassen und wie sich die Art, Sinn zu bilden, im Lauf des Erwachsenenlebens verändert.
Drei Begriffe, vom Finden von Sinn bis zur Entwicklung im Erwachsenenalter.
Der gemeinsame Mechanismus
Alle drei Themen beschreiben, wie Menschen ihrem Handeln Bedeutung geben, und warum diese Bedeutung eher in der Beziehung zu einer Aufgabe entsteht als in einer fertigen Antwort.
Viktor Frankl, Wiener Psychiater und Begründer der Logotherapie, ging davon aus, dass Sinn nicht erfunden, sondern in der jeweiligen Lage gefunden wird. Amy Wrzesniewski und Jane Dutton beschrieben 2001 in der Academy of Management Review, wie Menschen ihre Arbeit selbst umgestalten, indem sie Aufgaben, Beziehungen und die Sicht auf ihre Tätigkeit verändern. Sie nannten das Job Crafting.
Die Begriffe dieses Bereichs setzen damit beim Finden von Sinn an, bei der Ausrichtung der eigenen Rolle und bei der Entwicklung, mit der sich die Art verändert, Bedeutung zu bilden.
Was dieser Bereich nicht behandelt
Nicht Gegenstand dieses Bereichs sind:
- spirituelle oder religiöse Deutungen des Lebenssinns
- Berufs- und Eignungstests
- Einstufungen der eigenen Entwicklung
- Lebenskrisen, die fachliche Begleitung brauchen
Die Begriffe hier beschreiben, wie Menschen Sinn finden und ihr Handeln danach ausrichten. Sie geben keine Antwort darauf, was der Sinn eines bestimmten Lebens ist.
