Zwischen dem, was geschieht, und dem, was folgt
Von Marco Kogler, Gründer der Lernplattform DWNO, der sich seit 2019 mit Metakognition, Selbstregulation und Selbstwirksamkeit befasst und die Lerninhalte der Plattform selbst entwickelt. Über Marco Kogler
Zwischen einem Ereignis und der Reaktion darauf liegt ein Schritt, der übersehen wird: die Bewertung des Ereignisses.
Dieser Bereich beschreibt, wie dieser Schritt funktioniert: wie aus einer einzelnen Bewertung eine dauerhafte Annahme wird, wie sich diese Annahmen zu einem Bild der eigenen Person bündeln, und unter welchen Bedingungen sie wieder überprüfbar werden.
Vier Begriffe, in dieser Reihenfolge aufeinander aufbauend.
Der gemeinsame Mechanismus
Alle vier Themen beschreiben denselben Vorgang auf unterschiedlichen Zeitskalen.
Eine Bewertung entsteht in Sekunden. Ein Glaubenssatz entsteht über Jahre aus wiederholten Bewertungen. Ein Selbstbild bündelt Glaubenssätze zu einer Auskunft über die eigene Person. Und Reflexion ist der Vorgang, der diese Kette an irgendeiner Stelle wieder öffnet.
Was in diesem Bereich nicht vorkommt, ist die Frage nach der Herkunft. Woher eine bestimmte Annahme stammt, ist eine andere Untersuchung, und eine, die für ihre Überprüfung selten nötig ist.
Was dieser Bereich nicht behandelt
Nicht Gegenstand dieses Bereichs sind:
- Techniken zur Veränderung von Denkmustern
- Persönlichkeitstypen und Testverfahren
- die biografische Herkunft einzelner Annahmen
- therapeutische Fragestellungen
Die Begriffe hier beschreiben, wie Deutung funktioniert. Sie geben keine Anleitung, sie zu ändern, und sie treffen keine Aussage darüber, ob eine bestimmte Deutung angemessen ist.
